- Internationales Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum - https://www.redcrossmuseum.ch/de -

IN-SECURITY das nukleare Dilemma

27. Februar - 27. Juli 2008

Geöffnet von 10 bis 17 Uhr, ausser Dienstags – Eintritt frei

Kein Tag vergeht, an dem sich nicht im Energie- oder Verteidigungssektor das Problem der Kernkraft und all dessen stellt, was die Atomspaltung an Reflexionen und Gefühlen auslöst. Befürworter und Gegner stehen sich gegenüber, suchen Argumente in der Vergangenheit, spekulieren über zukünftige Situationen. Sich eine Meinung zu bilden fällt schwer, zumal die positiven Anwendungen der Atomwissenschaft nicht von der Hand zu weisen sind. Diese Ausstellung veranschaulicht ein Dilemma – Gefahr und Bedrohung auf der einen, Fortschritt auf der anderen Seite – und setzt durch das Medium der Fotografie einen Sensibilisierungsprozess in Gang.

Sie befasst sich mit dem wissenschaftlichen Abenteuer der Kernkraft, von der Entdeckung der Radioaktivität bis zu den neuesten Entwicklungen in Bereichen wie Material- und Weltallwissenschaften, Energie, Rüstung, Gesundheit oder Technologien aller Art. Bilder mit sinnbildlichem Charakter mischen sich unter Porträts von Wissenschaftlern, deren Tätigkeit das gesamte moderne Leben geprägt und verändert hat.

Der Einsatz von Kernkraft in bewaffneten Konflikten und die Unfälle, die sich in der Atomindustrie ereigneten, haben bekanntlich Menschenleben gefordert, aber auch Spuren in der Landschaft und auf Objekten wie auf Körpern hinterlassen. Spuren und Narben tragen zwar dazu bei, die Realität der Geschehnisse zu erfassen, zeigen jedoch nur deren Folgen, die gelegentlich erst sehr viel später auftreten. Distanz oder subjektive Wahrnehmung mildern nicht die Kraft der Aussage, sondern geben die Lektionen vor, die aus der Geschichte zu ziehen sind, und tragen zum Gefühl der Unsicherheit bei.

Die Arbeit der Fotografen erwähnt ebenfalls ein Vorsichts-Prinzip. Sind sich die Atomländer der mehr oder weniger langfristigen Risiken bewusst, die sie eingehen? Im Übrigen lassen sich augenblicklich eine weltweite Inflation der Militärausgaben und eine Zunahme der Staaten feststellen, die über Nuklearwaffen verfügen.

Diese und ähnliche Reflexionen, die von den Bildern gefördert werden, können in Beziehung gesetzt werden zu Stellungnahmen von Printmedien oder Institutionen, die sich für eine friedlichere Welt einsetzen.

Die Ausstellung wurde durch REAL Exhibition Development und das Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond Museum produziert mit der Unterstützung vom Internationalen Friedensbüro und der Joseph Rowntree Charitable Trust.

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