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Wahrheit erfahren

Gandhi und die Kunst der Gewaltlosigkeit

15. April 2015 bis 3. Januar 2016

Wenn wir von Gewaltlosigkeit hören, denken wir sogleich an ein Gesicht, ein Lächeln, eine Gestalt, die sich von allen anderen abhebt: Mahatma Gandhi.

Bereits 1927 veröffentlichte Gandhi eine Autobiografie unter dem selbst gewählten Titel „Die Geschichte meiner Experimente mit der Wahrheit“; eine Anspielung auf Satyagraha, „die Kraft der Wahrheit“, die den Grundpfeiler des zivilen Ungehorsams bildete, wie er ihn sein ganzes Leben lang verteidigte und selbst anwandte. Gandhis Biografie stellt einen Meilenstein des gewaltlosen Denkens und Handelns dar. Da ist es nur natürlich, dass sie den Leitfaden und den Titel einer Ausstellung über Kunst und Gewaltlosigkeit bildet.

Anhand zahlreicher Dokumente, darunter einer bemerkenswerten Reihe von Fotografien von Henri Cartier-Bresson, wird der persönliche, spirituelle, ethische und politische Lebensweg Gandhis in seiner umfassenden Komplexität nachgezeichnet. Gleichzeitig schildert die Ausstellung sein weitläufiges Erbe: Experimente mit der Wahrheit zeigt Gewaltlosigkeit als kraftvolle Inspirationsquelle für die bildende Kunst. In rund hundert Objekten lässt die Ausstellung einen Dialog zwischen Kulturen, Künsten und Techniken entstehen: tantrische Malerei, Koranpergamente, jainistische Skulpturen, griechische Ikonen. Zeitgenössische Künstler wie Marlene Dumas, Dan Flavin, Amar Kanwar, Kimsooja, Yves Klein, Robert Rauschenberg und Ai Weiwei wiederum entwickelten neue Ausdrucksformen der Botschaften der Gewaltlosigkeit.

Wahrheit erfahren: Gandhi und die Kunst der Gewaltlosigkeit, eine Ausstellung von The Menil Collection, Houston.