Das Museum Wort des Direktors

©MICR, photo Anoush Abrar

©MICR, photo Anoush Abrar

Ein Museum der Geschichte und der Gesellschaft ist ein Ort des Wissens und des Nachdenkens, der zu einem besseren Verständnis unserer Welt beiträgt. Wodurch kann sich ein solches Museum in der Zeit des Internets und der augenblicklichen Informationsbeschaffung hervortun? Eine Ausstellung bietet das einzigartige Privileg, sämtliche Wissensdisziplinen gleichzeitig zu bemühen und parallel dazu auf sämtliche Medien für die Vermittlung zurückgreifen zu können. Sie wäre aber langweilig ohne ihre Erweiterung um eine zusätzliche Dimension, die uns ein grosses Anliegen war: Emotionen.

Jede thematische Ausstellungseinheit lädt den Besucher deshalb zunächst zu einer bewusstseinsfördernden Erfahrung ein, bevor er den informativen Inhalt aufnimmt.

12 Begegnungen mit Zeugen unserer Zeit zeichnen den roten Faden des humanitären Abenteuers nach. Sie empfangen die Besucher und begleiten sie während ihres Rundgangs. Sie erinnern uns daran, dass die menschlichen Beziehungen im Mittelpunkt der humanitären Arbeit stehen – eine Offenkundigkeit, die wir vor lauter technologischer oder technokratischer Anforderungen manchmal fast vergessen.

Durch ihren persönlichen Einsatz, ihre gemeinsame Widerstandsfähigkeit, durch die Wirkungskraft ihres kollektiven Handelns inspirieren diese Begegnungen dazu, uns nach dem Vorbild von Henry Dunant und den Akteuren der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung für eine gerechtere Welt einzusetzen. Weil wir das Inakzeptable nicht einfach hinnehmen wollen.

Wir freuen uns, Sie im Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum zu empfangen.

Roger Mayou